Immobilienmarkt Frankfurt am Main
Frankfurt am Main ist der Finanzplatz Deutschlands und zieht mit Banken, Europäischer Zentralbank, Flughafen und Messe gut bezahlte Fachkräfte aus aller Welt an — auf einer Stadtfläche, die für diese Nachfrage eigentlich zu klein ist.
Frankfurt am Main lebt vom Finanzplatz: Banken, Fintechs und die Europäische Zentralbank ziehen gut bezahlte Fachkräfte an, Flughafen und Messe kommen als große Arbeitgeber hinzu. Weil die Stadtfläche klein und das Umland bis in den Taunus dicht besiedelt ist, entsteht neuer Wohnraum vor allem im Europaviertel und am Riedberg. Das Angebot hält mit der Nachfrage nicht Schritt.
Am teuersten wohnt es sich im Westend mit seinen Gründerzeitvillen nahe dem Bankenviertel, gefolgt von Sachsenhausen mit Museumsufer und Apfelwein-Tradition. Bornheim rund um die Berger Straße liegt im mittleren Bereich, und im Osten gilt Fechenheim direkt am Main als aufstrebend. Eine typische Wohnung mit 80 Quadratmetern kostet rund 440.000 Euro.
Für die Finanzierung heißt das: Rechne mit einem spürbaren Eigenkapitalbedarf, denn Hessen erhebt mit 6,0 Prozent Grunderwerbsteuer einen der höchsten Sätze in Deutschland, dazu kommen Notar, Grundbuch und meist eine Maklerprovision. Bestandswohnungen in Bornheim oder Fechenheim erlauben den Einstieg mit kleinerem Budget. Neubau kostet mehr, bietet dafür niedrigere Energiekosten und KfW-Förderung — prüfe, ob sich der Aufpreis für dich trägt.
Stadtteile in Frankfurt am Main
Die Kaufpreise in Frankfurt am Main variieren je nach Lage erheblich. Hier ein Überblick der wichtigsten Stadtteile:
Westend
Premium, Bankenviertel-NäheFrankfurts elegantester Stadtteil: Prächtige Gründerzeitvillen, Palmengarten und Grüneburgpark. Fressgass und Alte Oper fußläufig. Banker, Anwälte und Berater schätzen die kurzen Wege.
Sachsenhausen
Altstadt-Flair, ApfelweinTraditionsquartier südlich des Mains: Apfelwein-Wirtschaften, Museumsufer mit Weltkultur. Sachsenhausen-Nord ist gehoben, Sachsenhausen-Süd ruhiger mit Reihenhäusern.
Bornheim
Lebendig, gute GastronomieFrankfurts lebendigstes Viertel: Die Berger Straße erstreckt sich über zwei Kilometer mit Restaurants, Bars und kleinen Geschäften. Hervorragender Wochenmarkt und U-Bahn-Anbindung.
Fechenheim
Aufstrebend, Main-NäheEines der günstigsten Innenstadtviertel mit direkter Main-Lage. Geplanter Straßenbahn-Ausbau und Neubauprojekte könnten dem Stadtteil einen Schub geben.
Baufinanzierung berechnen — Frankfurt am Main
Übersicht Ihrer Kosten in Frankfurt am Main
3 Tipps für deinen Immobilienkauf in Frankfurt am Main
Prüfe Offenbach oder Mainz als günstigere Alternativen: In Mainz zahlst du nach dem rheinland-pfälzischen Satz weniger Grunderwerbsteuer als in Hessen, und die Innenstadt bleibt per S-Bahn nah.
Zwanzig Minuten S-Bahn-Fahrt vom Hauptbahnhof entfernt liegen die Kaufpreise deutlich unter dem Innenstadtniveau. Rechne den täglichen Weg ehrlich gegen die Ersparnis auf.
Wohnungen in Hochhäusern tragen oft deutliche Aufschläge für Ausblick und Service, und das Hausgeld fällt spürbar höher aus. Vergleiche die laufenden Kosten mit einem klassischen Altbau.
Häufige Fragen zur Baufinanzierung in Frankfurt am Main
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Frankfurt am Main?
In Frankfurt am Main (Hessen) beträgt die Grunderwerbsteuer 6,0 %. Bei einem Kaufpreis von 440.000 € sind das 26.400 €. Zusammen mit Notar, Grundbuch und Makler liegen die gesamten Kaufnebenkosten bei rund 11,6 % des Kaufpreises.
Was kostet eine Eigentumswohnung in Frankfurt am Main?
Die Kaufpreise in Frankfurt am Main variieren stark nach Stadtteil und Zustand. Für eine 80-m²-Bestandswohnung kannst du grob mit ca. 440.000 € rechnen. In Westend (Premium-Lage) zahlst du deutlich mehr als in Fechenheim (Günstig). Mit dem Rechner oben kannst du verschiedene Kaufpreise durchspielen.
Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Immobilie in Frankfurt am Main?
Empfohlen werden mindestens 20 % der Gesamtkosten (Kaufpreis + Nebenkosten). Bei einem typischen Kaufpreis von ca. 440.000 € in Frankfurt am Main sind das rund 99.000 € inklusive Nebenkosten. Je mehr Eigenkapital du einbringst, desto bessere Konditionen bekommst du — unterhalb von 80 % Beleihungsauslauf, also mit mindestens 20 % Eigenkapital plus Nebenkosten, verbessert sich der Zinssatz oft spürbar.
Welche Nebenkosten fallen beim Immobilienkauf in Frankfurt am Main an?
Neben der Grunderwerbsteuer (6,0 %) rechnest du mit ca. 2,0 % für Notar und Grundbuch sowie 3,57 % Maklerprovision (Käuferanteil seit der Teilung 2020). Insgesamt liegen die Nebenkosten in Hessen bei rund 11,6 % des Kaufpreises — bei 440.000 € sind das ca. 50.908 €.
Lohnt sich ein Immobilienkauf in Frankfurt am Main?
Frankfurt am Main bietet ein gehobenes Preisniveau, aber auch stabile Wertentwicklung und starke wirtschaftliche Fundamentaldaten. Ob sich ein Kauf lohnt, hängt von deiner Situation ab: Eigenkapital, Einkommen, geplante Haltedauer und ob du selbst einziehen oder vermieten willst. Mit dem Rechner oben kannst du verschiedene Szenarien durchspielen.
Baufinanzierung in weiteren Städten
Kartengrundlage: © GeoBasis-DE / BKG (2026), dl-de/by-2-0, bearbeitet
